Rütte-Forum
Zentrum für Psychotherapie, Selbsterfahrung und Weiterbildung in der Transpersonalen Psychologie und Initiatischen Therapie

Sonntag, 4. Oktober 2015

8.00 - 9.00 Uhr   Margarete Schweizerhof   "YOGA FÜR DIE SEELE UND HERZENSRÄUME"


Vorträge


10.00 - 11.00 Uhr   Rüdiger Müller         "DIE ZEIT DER WAHRHEIT"

                                     - DER MENSCH ZWISCHEN DUALITÄT UND DIAPHANIE -


Die Menschen wollen nicht länger Opfer von manipulativen Mächten sein. Der Ruf nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit gilt der Wiederherstellung von Vertrauen und Gerechtigkeit. Das Aufdecken von Korruption, Missbrauch, unethischem Verhalten, Lügen und Ungerechtigkeit auf vielen Ebenen begünstigt jedoch das Erwachen zu einem neuen Bewusstsein und zu einer aktiven Wahlfreiheit. Die Herausforderung an jeden Einzelnen: die Hochspannung zwischen der Diaphanie als der Sehnsucht nach einer durchscheinenden, Sinn stiftenden Welt und der täglichen medial vermittelten Diabolik in den Brennpunkten der Welt auszuhalten. Die individuell durchlittene Wandlung zur Ganzheit und Weisheit stärkt in uns die Wahrnehmung der mächtigen Keime des Neuen - inmitten von Katastrophen und Krisen. Sie intensiviert die Verantwortung des Einzelnen und gibt Starkmut für die Zukunft.


11.30 - 12.00 Uhr     MUSIKALISCHER BEITRAG



12.00 - 13.00 Uhr         Luise Reddemann           "DER  WEG ENTSTEHT BEIM GEHEN" ODER ZUM 'GUTEN LEBEN'

Erich Fromm hat bereits 1946  konstatiert, dass wir uns der „anonymen Macht des Marktes, des Erfolgs, der öffentlichen Meinung, des “gesunden Menschenverstandes“ (common sense), vielmehr  des „allgemeinen Unverstandes“ (common nonsense), und der Maschine, deren Knechte wir geworden sind“, beugen. Unter der Überschrift „Das ethische Problem der Gegenwart“  spricht Fromm davon, dass Freiheit tatsächlich die unerlässliche Voraussetzung für das Glück und die Tugend sei. Und er kommt zu dem Schluss, dass unser ethisches Problem  die Gleichgültigkeit des Menschen sich selbst gegenüber sei.„ Da wir unseren eigenen Kräften nicht vertrauen, haben wir keinen Glauben an den Menschen, keinen Glauben an uns oder an das, was unsere Kräfte schaffen können. Wir haben kein Gewissen im humanistischen Sinn, denn wir wagen nicht, uns auf unsere eigene Urteilsfähigkeit zu verlassen.“  Diesen  Gedanken von Erich Fromm will ich unter Bezugnahme auf moderne Konzepte der Psychotherapie und Psychotherapieforschung nachgehen.