Rütte-Forum
Zentrum für Psychotherapie, Selbsterfahrung und Weiterbildung in der Transpersonalen Psychologie und Initiatischen Therapie

Inhalte der Ausbildung zum/zur „Initiatischen TherapeutIn"   

        


        A   Die Medien und  Exerzitien der Initiatischen Therapie
        
Die AnwärterInnen werden mit den Medien der Initiatischen Therapie durch ein ständiges Angebot an Schulungsgruppen, Supervision, Lehrtherapie, Praktika und in der dritten Phase Supervision über die ausgeübte Therapie vertraut gemacht.                  

        

Die Medien sind:                  

        

        * die initiatische Leibarbeit
        * das Geführte Zeichnen
        * die Arbeit mit Tonerde
        * die Traumarbeit und
        * die Arbeit mit Stimme und Bewegung

        

Zusätzlich gibt es Erfahrungsmöglichkeiten mit Exerzitien wie:
        * Aikido
        * Tai-Chi
        * Zazen
        * Yoga

        * Ikebana usw.

 
        Auch die Übung im Alltag,         z.B. durch (freiwilliges) Arbeitsexercitium, wird gepflegt.

        

Als Räumlichkeiten stehen dem Rütte-Forum (Graf-Dürckheim-Weg 5, Todtmoos-Rütte), seit 1999 auch das Europäische Gästehaus (Kirchbergstr. 2, Todtmoos-Zentrum) und die Moosybärhütte (Sonnenweg 21b, Todtmoos-Mättle) zur Verfügung mit insgesamt 9 Seminarräumen und 150 Unterkunftsmöglichkeiten.
        
        B           Einblicke in weitere (überwiegend transpersonale)   Psychotherapien
        u.a.
        * Analytische Psychotherapie (C.G. Jung)
        * Holotrope Therapie (Stanislav Grof)
        * Systemische Familientherapie (Bert Hellinger)
        * Psychoanalytische Körpertherapie (Tilmann Moser)
        * Prozeßorientierte Psychotherapie (Arnold Mindell)
        * Biodynamische Psychologie (Gerda Boyesen)
        
        C           Einführung in wichtige mystische Traditionen der Weltreligionen
        die buddhistische Tradition (Zazen, Vipassana und tibetischen Buddhismus)
        die jüdische Tradition (Kabbala)
        die christliche Tradition (Kontemplation)
        die hinduistische Tradition (Kundalini- und Hatha-Yoga)
        die islamische Tradition (Sufismus)
        
        Um die wesentlichen Merkmale dieser Psychotherapien und mystischen Traditionen zu erarbeiten, hielten u.a. folgende Personen seit 1992 Vorträge und Seminare in Todtmoos:
        Anandi Ma Kundalini-Yoga
        Wilfried Belschner Forschungsergebnisse der transpersonalen Psychologie
        David Bodella Biosynthese
        Gerda Boyesen Biodynamische Psychologie
        Michael von Brück Hinduismus und Buddhismus
        Erhard Eppler Politik ohne Moral, Moral ohne Politik?
        Joachim Galuska Stationäre Behandlung von Psychosen
        Christina und Stanislav Grof Holotrope Therapie
        Willigis Jäger Christliche Kontemplation und Zazen
        Ingo Jahrsetz, Petra und Ken Sloan, Hans-Peter Weidinger Holotrope Therapie
        Verena Kast Jungsche Psychotherapie
        Ayya Khema  Vipassana
        Robert Langlotz Das Familienstellen nach Hellinger
        Norbert Mayer Vorträge über initiatische Therapie
        Arnold und Amy Mindell Prozeßorientierte Psychotherapie
        Jill Purce Die Heilende Stimme
        Ingrid Riedel Vorträge u.a. über  Hildegard von Bingen
        Lama Sogyal Rinpoche Tibetischer Buddhismus
        Rupert Sheldrake Das morphogenetische Feld
        Dorothee Sölle Vortrag: Wir sind alle Mystikerinnen
        Gerald Steinke Naikan
        Gerhard Wehr u.a. Die Biographie von Karlfried Graf Dürckheim, Jean Gebser und Rudolf Steiner                  
        
Edith Zundel u.a. Katathymes         Bilderleben
        
        Regelmäßig werden Tagungen in Todtmoos organisiert:
        * Dialog zwischen Verena Kast und Stanislav Grof
        * Körpertherapie und Spiritualität
        * Krisen der Erde - Krisen der Seele - Chancen für ein neues         Jahrtausend -
        * Transpersonale Psychotherapie und Meditation - Der Alltag als Übung
        * Mystik und Weltverantwortung
        * Friedvolle Wege der Wandlung - Skizzen einer neuen Ethik -
        * Symposium zu Ken Wilber                  

        

Zu   mehreren Tagungen sind Tagungsbände erschienen.
        
        Bei den letzten Tagungen ist das SEN e.V. Deutschland, Netzwerk für spirituelle Entwicklung und Krisenbegleitung, als Kooperationspartner  beteiligt gewesen. Seit Ende 1997 hat das SEN seinen Sitz im Graf-Dürckheim-Weg 5 in Todtmoos-Rütte.
       

D    Erarbeitung   der Theorie in Form von Seminaren und Literaturstudium:
Durch Seminare (vor allem von Katharina Jäntgen, Pieter Loomans, Rüdiger Müller, Erika Prümm, Heio Schröder und Edith Zundel) und  Literaturempfehlungen wird eine grundlegende Kenntnis der Theorie der Initiatischen Therapie, der Tiefenpsychologie und der Transpersonalen Psychologie vermittelt und unterstützt. Auch wird die  geschichtliche Entwicklung der transpersonalen Psychotherapie als vierte Strömung (neben Psychoanalyse, Verhaltenspsychologie und humanistischer Psychologie) herausgearbeitet.


Organisatorisches
        

Das  Rütte-Forum ist nicht nur eine Ausbildungsstätte. Es ist auch ein  Besinnungs- und Meditationsort, an dem Menschen, die sich auf einem initiatischen/spirituellen Weg befinden oder begeben möchten, Prozessbegleitung erhalten. Viele dieser Gäste kommen zur Inspiration immer wieder zu einer kürzeren oder längeren Einkehr.

Außerdem betreuen wir Menschen entsprechend unseren Möglichkeiten während oder nach einer spirituellen Krise, oder auch präventiv. Behilflich bei der Bewältigung von Krisen sind auch die sich in der Ausbildung befindenden PraktikantInnen und AssistentInnen.
Für eine Anmeldung zur Ausbildung ist es empfehlenswert vorab zur Orientierung für eine Woche das Rütte-Forum kennen zu lernen.

        

Der  Anmeldung sollte eine 2-3 seitige Biographie mit den wichtigsten Lebensstationen und dem ausbildungsmäßigen und beruflichen Werdegang beigefügt werden.
        
Obwohl die gesamte Ausbildung in Form von Kurzaufenthalten absolviert werden kann, wird zusätzlich ein längerer Aufenthalt von 3 – 6   Monaten im Rütte-Forum während der Schulung empfohlen.

        

Es gibt auch Möglichkeiten Teile der Ausbildung auswärts z.B. in München,  Hamburg, Mainz, in der Nähe von Würzburg oder Graz/Wien zu  absolvieren.
       

Jährlich erscheint das Programm des Rütte-Forums mit den Daten der Seminare, Vorträge, wöchentlichen (Schulungs-) Gruppen usw. Es wird den SchülerInnen, PraktikantInnen und AssistentInnen zugesendet.
        
 Die Studienkosten betragen (neben den üblichen Honoraren für die   Lehrtherapie, Supervisionen, Seminare usw.) 100,- EUR jährlich (am Anfang des Jahres bitte auf das Konto des Rütte-Forums, Sparkasse Hochrhein, IBAN DE65 68452290 00 21021720, Swift-BIC: SKHRDE6WXXX).

         

Curriculum  der Ausbildung:
1. Phase der Ausbildung: SchülerInnenphase

a) 50 Stunden Lehrtherapie in unterschiedlichen Medien der Initiatischen Therapie (Leibarbeit, Geführtes Zeichnen, Arbeit mit Ton, Traumarbeit,  u.a.m.)    

b) 200 Stunden Teilnahme an Vorträgen, Seminaren und Schulungsgruppen:

-  Schulung in Methoden und Theorien:                    

              

* anderer tiefenpsychologischer und transpersonaler Schulen

*  Weisheitslehren, wie Astrologie, I Ging, Tarot, Anthroposophie,  usw.                              

*  fernöstliche Übungswege wie Aikido, T´ai-Chi Ch´uan, Yoga, Zazen, u.a.m.

c) Erarbeitung der Basisliteratur: u.a. Karlfried Graf Dürckheim, Maria Hippius Gräfin Dürckheim, Stanislav Grof, C.G. Jung, Erich Neumann, Verena Kast, Ingrid Riedel, J.P. Gebser, R. Assagioli, A. Maslow, K. Wilber, Pieter Loomans, Edith Zundel, Rüdiger Müller (die Literaturliste ist beim Forum-Sekretariat für SchülerInnen erhältlich)

d) auf  freiwilliger Basis Teilnahme an der Meditation und dem Arbeitsexercitium


Nach der SchülerInnenphase wird ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt.


2. Phase der Ausbildung: PraktikantInnenphase


a) 50 weitere Lehrtherapiestunden

b) 200 Stunden Teilnahme an Vorträgen und Seminaren, davon mind. 100 Stunden Schulungsgruppen in Medien der Initiatischen Therapie

c) erweitertes  Studium der Literatur

d) Einarbeitung, Referat und theoretische Arbeit (ca. 20 Seiten) über ein Spezialthema

e) Anleiten beim Arbeitsexercitium (freiwillig)

f) Hilfestellung  leisten bei 2-3 Betreuungsfällen

g) 10  Supervisionsstunden über die Betreuungsarbeit bei einem/einer  MitarbeiterIn des Betreuungsteams

h) Fallbericht  über die Betreuungsarbeit

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Auch nach dieser Phase wird ein Zertifikat erteilt.

Bei entsprechender Eignung folgt die Aufnahme als AssistentIn.

Für den letzten Ausbildungsabschnitt ist ein (Fach-) Hochschulabschluss erforderlich. Nur in vertretbaren Fällen kann davon abgewichen werden.

 
3. Phase der Ausbildung: AssistentInnenphase


a) 50 weitere Stunden Lehrtherapie bei einem/einer vom Rütte-Forum anerkannten  LehrtherapeutIn

b) 200 Stunden Teilnahme an Schulungsgruppen, Seminaren und Vorträgen (mind. 100 Stunden in Medien der Initiatischen Therapie)

c) Fortsetzung des Literaturstudiums und abschließendes Gespräch

d) 600 Stunden  selbständig durchgeführte Einzeltherapie

e) zwei bis drei dokumentierte Fallstudien unter Einbeziehung von Foto-Material (z.B.  von Zeichnungen oder aus der Arbeit mit Tonerde) Träumen, u.a.m. jeweils 10-20 Seiten

f) 150 Stunden       Supervision über die Einzeltherapie bei einem/einer vom Rütte-Forum anerkannten Lehrtherapeuten/-tin. 100 Stunden  davon können auch in Form einer Gruppensupervision absolviert werden

g) drei- bis zwölfmonatiges  klinisches Praktikum in einer vom Rütte-Forum für diesen Zweck als  geeignet angesehenen psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik (z.B.       in der Fachklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen oder in der Caduceusklinik in Bad Bevensen)

 

 Nach der AssistentInnenphase wird ein Abschluß-Zertifikat gegeben.


SupervisorInnen und LehrtherapeutInnen des Rütte-Forums sind z.Zt.:

Daniel Gerber, Katharina Jäntgen, Karin Loomans, Pieter Loomans, Rüdiger Müller, Erika Prümm, Edith Zundel

Namen und Anschriften weiterer "externer" LehrtherapeutInnen und SupervisorInnen auf Anfrage.